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VITA VON SEBASTIAN SONNENSTRAHL
Ich kam auf die Welt während meiner Geburt Anno 1977 in einem eckigen Kreissaal in Köpenick. Meine Mutter sagte, ich war wohl ein ziemlich hässliches Baby. Eine Zeit lang hatte man die Nachgeburt für meinen Zwillingsbruder gehalten.
Über mein Kleinkinddasein gibt es eigentlich nichts zu sagen, bis auf die übliche Kleinkind-findet-Handfeuerwaffe-der-Eltern, Kleinkind-schießt-sich-den-Weg-zum-
nächsten-Spielzeugladen-frei-Geschichte. Dann irgendwann war ich endlich reif genug, um in die erste Klasse zu gehen. Meine Mutter schenkte mir zur Einschulung einen Rasierapparat. Ich hatte mich unheimlich gefreut. Nun durfte ich endlich schreiben lernen.

Allerdings sorgte schon mein erster Satz PAPA IN MUMU für einen handfesten Skandal. Der Direktor entschied damals, mir und meinen gesamten Mitschülern den Umgang mit den Buchstaben M und U bis einschließlich zur sechsten Klasse zu verbieten. So kam es, das wir alle bis zum 12. Lebensjahr athe-, K nst- und siknterricht hatten. Aber meine Freunde waren mir nie böse deswegen. Außer ark s, der meckerte immer rum.

Dann kam sobald die Wende, es wurde 1991. Eine bedeutende Dekade. Zu der Zeit kam die Stasi um und ich ging aufs Gymnasium (Auf diesem Satz liegt ein furchtbarer Fluch! Wer ihn klaut, bekommt entstellte Gliedmaßen!) Das besondere an diesem Abschnitt meines Lebens war, dass ich lernte, mit schlechten Zensuren umzugehen. Man reagiert einfach mit Depressionen und Selbstmordgedanken! Das hat geholfen, denn ich bin niemals sitzen geblieben!

Alles was ich heute an schriftstellerischen Wissen vorzuweisen habe (Wer an dem Wissen interessiert ist, schicke mir bitte einen frankierten Reiskorn, ich schreibe es dann dort rauf), lernte ich bei der damaligen Schülerzeitung "Benno´ s Hütte", die unter anderem von Lex und daslars ins Leben gerufen wurde. Meine sporadischen Artikel waren zwar ziemlicher Müll, aber meine Freunde mochten sie trotzdem, weil ich gerne mal Wörter wie Dickbauch oder Mumu in die Texte mit einfließen ließ.
Aber die Zeit schritt voran und so machte ich mein Abitur. Der Durchschnitt war nicht so besonders, so dass ich hier keine Zahlen nenne. Nur so viel: Wenn man das Komma zwischen 2,8 wegnimmt, erhält man 28. Aber mehr verrate ich nicht.
Weil ich auf dem Gymnasium ziemlich viel Theater gemacht habe, nahm ich mir vor, mal so richtig Schau zu spielen. Ich bewarb mich auf vielen Schauspielschulen. Doch man lehnte mich ab, weil mein Talent so groß war, dass es die anderen Mitbewerber in den sicheren Freitod getrieben hätte.

Also arbeite ich heute hinter der Kamera. Wegen meiner Größe habe ich mich vor allem auf Detailaufnahmen spezialisiert.

Nun, seit ungefähr Juni 2000 bin ich bei den Maulhelden und schreibe Geschichten für unser Programm. Ich find´ s ziemlich okay.

Ich meine, es ist besser, als sich ´nen Ziegelstein auf den Fuß fallen zu lassen.
Neu
Ein neue Hörprobe von unserem Live-Mitschnitt am 16.12.04 ist online.
Kurzlyrik
Hand drauf!

Wenn meine Hände könnten wie sie wollten,
würden sie wahrscheinlich davon laufen!


K.Lypse

Zitat
Die Phantasie tröstet die Menschen über das hinweg, was sie nicht sein können, und der Humor über das, was sie tatsächlich sind.


Albert Camus